­čçę­čç¬ Deutscher Pass | Einb├╝rgerung in Deutschland | Lonam – Das Afrika Magazin

Es ist soweit, die LoNam Print-Ausgabe f├╝r Februar/ M├Ąrz erscheint voraussichtlich in der kommenden Woche. Unser aktuelles Titelthema beleuchtet den hei├č debattierten Entwurf zum neuen Einwanderungs- und Staatsb├╝rgerschaftsgesetz in Deutschland. Neben den wichtigsten Informationen dazu, bietet die Ausgabe Raum f├╝r die Stimmen, die in der Debatte dringend geh├Ârt werden m├╝ssen: Unser Redakteur Ralph Meier hat nachgefragt, wie Zugewanderte ├╝ber die geplante Reform der Einb├╝rgerung in Deutschland denken.

Nur 1,07 Prozent von fast 12 Millionen Menschen mit ausl├Ąndischer Staatsb├╝rgerschaft haben sich 2020 in Deutschland einb├╝rgern lassen. Dies geht aus einer Publikation des Mediendienst Integration hervor. Die Bundesregierung h├Ąlt das f├╝r zu wenig und plant derzeit, durch eine Reform des Staatsangeh├Ârigkeitsrechts die Einb├╝rgerung zu erleichtern. Vertreter*innen der Opposition sind da allerdings anderer Auffassung, so meinte etwa Alexander Dobrindt (CSU), die deutsche Staatsb├╝rgerschaft ÔÇ×zu verramschenÔÇť f├Ârdere nicht die Integration und w├╝rde die ÔÇ×illegale MigrationÔÇť noch vergr├Â├čern.

Was denken Menschen ohne deutschen Pass ├╝ber die deutsche Staatsb├╝rgerschaft?

Florence m├Âchte, wie die beiden anderen, die in diesem Beitrag zu Wort kommen, nur mit Vornamen erscheinen. Sie lebt inzwischen schon lange in Deutschland und hat l├Ąngst die unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Nach ihrer Promotion an einer deutschen Universit├Ąt hat sie in den 1990er Jahren auch immer wieder au├čerhalb Deutschlands gelebt. Meistens in L├Ąndern des afrikanischen Kontinents, inklusive ihres Heimatlandes Madagaskar. Der Grund waren jedes Mal mehr oder weniger lange Jobs im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit oder zuletzt in der medizinischen Nothilfe. Die deutsche Staatsb├╝rgerschaft zu beantragen, kam f├╝r Florence aber nie Frage, weil sie daf├╝r ihre madegassische aufgeben m├╝sste. Da sie doch einmal im Jahr nach Madagaskar fliege, m├╝sste sie dann jedes Mal ein Visum beantragen. ÔÇ×Ich k├Ąme mir fremd vor in meinem eigenen LandÔÇť, sagt sie. Nach kurzem ├ťberlegen erg├Ąnzt sie; an Deutschland sch├Ątze sie die Kultur. Hier lebte die Mehrheit ihrer Freunde, und auch deshalb sei das Land ihre ÔÇ×zweite HeimatÔÇť.

In dem vollst├Ąndigen Beitrag f├╝r die neue Printausgabe des LoNam-Magazins kommen weitere Menschen zu Wort, f├╝r welche die geplanten Gesetzes├Ąnderungen eine Rolle spielen w├╝rden. Vor allem die angek├╝ndigte Option der doppelten Staatsb├╝rgerschaft spielt f├╝r die Befragten eine positive Rolle.

Au├čerdem wird im neuen LoNam-Magazin auch der Lagebericht der Antirassismus-Beauftragten der Bundesregierung vorgestellt. Daneben bietet das Magazin eine Reise durch Madagaskars einzigartige Natur, Infos zu zehn aktuellen, von den Medien ignorierten Krisen auf dem afrikanischen Kontinent, sowie weitere aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur in afrikanischen L├Ąndern und der Diaspora.

Ralph Meier

Zusammengefasst f├╝r LoNam-Online von Lina Noll

Mehr dazu: https://www.lonam.de/

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